Ein superes neues Jahr, liebe Freundinnen und Unterstützer!

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Lange nichts mehr geschrieben hier, denn ich habe eine alte Leidenschaft neu entfacht: Prokrastination. Das heißt aber nicht, dass es nichts Neues gäbe. Aber von diesem Neuen berichte ich lieber morgen, denn gleich ist Feierabend – für mich und für Nikita – und den verbringen wir zusammen.

Nur kurz so viel: Nikita macht spektakuläre Fortschritte. Entdeckt jetzt doch noch die Sprache für sich. Und das Klo. Seine Psychologin meint, er sei kaum wider zu erkennen. Wir machen dafür ihn selber, seinen Kindergarten, die Einzelfallhelfer und –innen verantwortlich. Und auch uns. Aber ganz stark das Spielraumprogramm und das Neurofeedback. Und nun kommt der Punkt, wo wir Danke sagen möchten: Danke! Danke an alle Spielraumhelferinnen und –helfer. Dank allen, die uns auf Ämtern, bei Krankenkassen, Pflegediensten, Ärzten und Therapeuten unterstützt haben. Danke dem Verein „Artists meet Autism“. Danke an unseren Großartigen Einzelfallhelfer Thomas. Danke an Marina. Danke, Feli und Carla. Danke, Christiane und Deniz. Danke an alle, die mein Gehirn vergessen hat. Und ein ganz fettes Danke an alle, die auf Nikitas Spendenkonto gespendet haben. Ihr habt eine Menge dadurch möglich gemacht. Und ihr macht auch in Zukunft eine Menge möglich. Denn das Konto ist noch nicht leer. Danke!

WICHTIG: Bitte, liebe Spender, legt eine Spende-Pause ein! Zum ersten haben wir vorläufig genug Geld zur Verfügung, zum anderen löst sich der Verein „Artist Met Autist“ e.V. auf. Aber keine Sorge, das Spielraumprogramm läuft weiter. Für künftige Spenden wird demnächst ein anderes Konto zur Verfügung stehen. Wir geben Bescheid!

So, morgen schreibe ich mehr, morgen verschicke ich auch ganz viele Spendenquittungen. Aber jetzt bedanke ich mich (in unser aller Namen) bei

Ahne Seidel, Andeas Scheffler, Gabriele Pätzold, Wolfgang Fritz, Tilmann Birr, Kultur- und Schankwirtschaft BAIZ, Daniela Böhle, Robert Naumann, Nils Heinrich, Uli Hannemann, Ulrich Siems, Ralf Kehlert, Michael Bittner, Heiko Werning, Lea Streisand, Thilo Bock, Gerd Winter, Dan Richter, Jakob Hein, Nicole Leine-Weber und allen Kollegen vom Kantinenlesen.

Ich bin (wir sind alle) demjüngst übrigens von Nikita geküsst worden – ich sage mal, ein Küsschen behalte ich, den Rest habe ich stellvertretend für euch entgegen genommen. Betrachtet euch als geknutscht!

Spider – Sabine, Atari und natürlich Nikita

Liebe Spenderinnen und Spender!

Wir sind also völlig überwältigt urst doll: Da wir die Auktionsaktion abbrechen mussten, haben wirklich viele Leute wirklich viel Geld gespendet. Danke! Danke! Danke! Noch mal der Hinweis: Das Geld wird selbstverständlich zweckgebunden ausgegeben.
Übrigens haben fast alle Spender vergessen, ihre Adresse anzugeben. Bitte schreibt, schickt eure Adressen, damit wir wissen, wohin wir die Spendenquittungen schicken sollen!
Wir bedanken uns bei: Lea Streisand, Dan Richter, Daniela Böhle, Robert Naumann, Gabi Petzold, Gerd Winter, Wolfgang Fritz, Volker Strübing, Ralf Kehlert, Michael Bittner, Ullrich Siems, Stefanie Knecht, Birgit Mammen-Witte, Uli Hannemann, Heiko Werning, Grit Fiedler, Jakob Hein und den vielen Kollegen vom Kantinenlesen. Und diese Liste ist wahrscheinlich unvollständig. Vielen Dank euch allen!!!
Die Menschen, die den Verein „artists meet autism“ schmeißen, sind keine Buchhalter und schwimmen erst recht nicht in Arbeitszeit. Es sind Eltern besonderer Kinder. Habt bitte etwas Geduld mit uns, während ihr auf die Spendenquittungen wartet.
Und Nikita entwickelt sich! Er wird quasi täglich offener (auch anderen Kindern gegenüber), kooperativer und kommunikativer. Auf der Silvesterparty hat er zum Beispiel mit wildfremden Männern geknutscht. Und er hat vor ein paar Tagen im Kindergarten einem Mädchen am Zopf gezogen. Beides kein Kavaliersverhalten, ich weiß, aber für einen Autisten schon fast sozial. Auch die Ärztin im SPZ hat seine Fortschritte bestätigt.
Übrigens hatte ich vorgestern das köstliche Vergnügen, Luka zu treffen, den Jungen, für den Familie Döhler das Spielraum-Programm entwickelt hat. Er hat jetzt wohl eine Karriere als Ritter eingeschlagen, er ritt auf einem ulkigen Pferd (das reden konnte und behauptete, Lukas Vater zu sein) durch die Wohnung und griff mich mit einem unsichtbaren Schwert an, da er mich für einen Drachen hielt. War aber nicht schlimm, denn ich konnte ja Feuer speien. – Luka ist die Beste Werbung für das AuJa!-Programm. Die Lexika lügen, wenn sie Autismus auf die Diagnose „unheilbar“ reduzieren. Das liegt an den vielen Helferinnen und Helfern, die sich im AuJA!-Programm engagieren, an Einzelfallhelfern, Therapeutinnen, Ärzten und hilfsbereiten Jugendämtern. Und natürlich an Spendern, wie euch!

Danke sagen
Nikita – und die anderen, die bei ihm inne Wohnung mit drinne wohnen und rumnerven: Atari, Sabine und Spider

Nikita und seine Mischpoke wünschen ein fröhliches neues Jahr,

und nochmal ein dickes Dankeschön, an alle Unterstützerinnen und Unterstützer. Noch immer trudeln Angebote an Sachspenden zum Versteigern bei uns ein, obwohl wir die Auktionsaktion abgebrochen haben. Auch wenn wir im Moment nichts damit anfangen können: Vielen Dank!

Übrigens haben viele Menschen Geld gespendet. „Super… Wahnsinn… Boh…“, waren Dinge, die wir gestammelt haben, als wir erfuhren, wie viele wie viel. Da keiner der Spender bei der Spende seine Adresse angegeben hat, weiß der Verein nicht, wohin er die Spendenquittungen schicken soll. Wer mir schreibt, wo er wohnt, dem schicke ich sie zu. Ich hoffe, es ist okay, wenn wir demnächst den Spendern hier namentlich danken.

Nikita hat sein 5. Silvester mit guter Laune und gutem Benehmen gefeiert, wildfremde Männer abgeknutscht und sogar den Weihnachtsbaum stehen gelassen. Wer ihn in den vergangenen Jahren kennen gelernt hat, stimmt mit uns überein: Niki schreitet voran! Er beginnt sich gerade für seine Kleidung und die Toilette zu interessieren und ist ein vorsichtiger (naja) Verkehrsteilnehmer geworden (jedenfalls im Vergleich zu letztem Sommer). Und als ich erlebte, wie er nach den Weihnachtsferien im Kindergarten andere Knirpse, die er noch vor kurzem in Grund und Boden ignoriert hatte, mit Umarmungen begrüßte, war selbst mir altem Nörgelbold klar: Er ist nicht mehr der Alte. Hurra!

Kaum in angemessene Worte zu kleiden ist der Dank, den wir Nikis Spielraumhelferinnen schulden, seinen Therapeutinnen und seinem Einzelfallhelfer. Dem Verein Artists Meet Autism. Und allen Schreibtischtäterinnen und –tätern bei Jugendamt und Krankenkasse, die uns unterstützt und die uns Mittel zugänglich gemacht haben. Wunderschön, zu erfahren, dass in vielen Büros eben nicht nur Menschenfeinde arbeiten.

Demnächst mehr und jetzt ein schönes und fröhliches neues Jahr euch allen! Um euch eine Weisheit mit auf den Weg zu geben, möchte ich den einen Kumpel von Buddha zu zitieren: „Das Leben ist eigentlich ziemlich okay. Mann muss es nur zu schätzen wissen.“
 
Jesundet Neuet
Nikita, Atari, Sabine & Spider

Liebe hilfsbereite Freunde,

es ist sehr schön, wie viele Sachspenden uns angeboten werden.
Aber leider hat Ebay neue Nutzungsbedingungen. Man kann nur noch 10 Artikel pro Monat verkaufen, beim Einstellen der Artikel gibt es immer Probleme, weil die einem falschen Account zugeordnet werden (fragt mich nicht, Sabine kann sowas, ich nicht – Sabine: Internet, Spider: Dorfkonsum) und das neue Bezahlverfahren ist umständlich, langwierig und fehleranfällig. Alles sehr schade. Aber wir haben uns entschlossen, diese Auktionsaktion abzubrechen. Wenn wir eine Alternative zu Ebay finden (über Hinweise freuen wir uns) versuchen wir es wieder.
Nun aber danken wir allen Sachspendern ganz ganz dolle. Auch wenn wir ihre Sachen nicht verkaufen konnten. Die Liste ist länger geworden, dazu gekommen sind: Mittwochsfazit, Jacinta Nandi, Sarah Schmidt, Daniela Böhle und Jochen Schmidt. Und bestimmt hat mein Gehirn auch hier wieder jemanden vergessen.
Einen ganz fetten Dank auch an alle, die Geld auf das Vereinskonto gespendet haben. Das geht übrigens so:
Artists meet Autism e.V.
Konto 1072200
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 10020500
Verwendungszweck „für Nikita“ + eure Adresse für die Spendenquittung
Es waren ganz schön viele. Ich bin mir gar nicht sicher, ob denen eine Namensnennung an dieser Stelle überhaupt recht wäre. Aber ich denke es ist in Ordnung, wenn ich ihre Namen nenne. Mache ich, sobald ich sie weiß.

Danke euch allen
Spider, Sabine, Atari & Nikita

Aktion Auktion angelaufen

So, die ersten Produkte stehen jetzt sozusagen im Schaufenster. Die nächsten folgen.
Leider hat sich Ebay so einiges einfallen lassen, um die Dinge unnötig zu verkomplizieren. Vielleicht müssen wir eine andere Bude finden, wo wir den Krempel die hochwertigen Produkte anbieten können.
Einen Riesen-Dank an die ersten Spender, auch wenn deren Bücher (so viel kann ich schon mal verraten) erst (über)morgen eingestellt werden werden. Danke: Andreas Gläser, Bentoshop.de, Martina Brandl, Helene Hecke, Sarah Schmidt und alle, die mein Gehirn vergessen hat!!!
Wie gesagt, wer eine gute Alternative zu Ebay kennt, immer her mit dem sachdienlichen Hinweis!
Außerdem haben mehrere Menschen aus unterschiedlichen Gründen den Namen des Blogs „Nikita der kleine Autist“ kritisiert. Auch hier bin ich für Verbesserungsvorschläge dankbar. Meine erste Idee war „Nikita der mittlere Autist“, aber naja…

Liebe Freunde,

wie Ihr sicher wisst ist unser Sohn Nikita Autist. Nikita ist fast 5 Jahre alt. Er konnte bis vor kurzen überhaupt nicht sprechen, nicht lachen, ließ sich nicht anfassen, und spielte stundenlang nur mit sich alleine, kurz: er war total unzugänglich. Nikitas Erkrankung begann nach einer Hirnhautentzündung, die er im Alter von anderthalb Jahren hatte. Vorher war er ein normal entwickeltes Kind. Autismus gilt in Deutschland als nicht heilbar, wird auch von vielen Ärzten und Therapeuten nicht verstanden und die betroffenen Kinder werden seit neuesten durch Inklusionsprogramme in die Normgesellschaft einverleibt ohne das auf ihre individuellen Bedürfnisse viel Rücksicht genommen wird. Die Förderung ist im weltweiten Vergleich unterentwickelt. Plätze in Spezialkindergärten und Schulen gibt es kaum, alle sind überfordert. Nikitas derzeitige Therapie (die ja auch der Vorbereitung auf die Schule dienen soll) beinhaltet 1 x Ergotherapie und 2 x Logopädie pro Woche, jeweils 45 Minuten. Wahnsinn! Seit Juni dieses Jahres machen wir in Zusammenarbeit mit dem Verein „Artists Meet Autism e.V.“ das Spielraum-Therapieprogramm „AuJA! – Autismus akzeptieren und handeln“, welches seine Wurzeln in Amerika hat und dort unglaubliche Erfolge zeigt. Ziel ist es, das autistische Kind mit all seinen merkwürdigen Verhaltensweisen so zu akzeptieren, wie es ist und ihm durch spezielle Spiel- und Interaktionsangebote zu zeigen, dass Kommunikation und Interaktion Spaß machen und bei der Durchsetzung eigener Interessen hilfreich sind.

Nikita macht nun seit 3 Monaten beinahe täglich 1-1,5 h Spielraum. In dieser Zeit hat sich Erstaunliches ereignet. Er hat einige Wörter gelernt, was aber wichtiger ist, er zeigt uns nonverbal was er möchte, ist ruhiger geworden, kuschelt mit uns, lässt Spiele mit anderen Kindern zu und guckt uns an. Er lacht, rennt nicht mehr einfach weg oder auf befahrene Straßen und nimmt immer mehr am Familienleben teil.

Das Spielraumprogramm ist sehr intensiv und wir schaffen es nicht ohne Helfer. Drei feste Helferinnen und Helfer pro Woche übernehmen die Spielzeit. Dadurch haben wir auch Zeit für unseren anderen Sohn Atari, der dieses Jahr eingeschult wurde. Die Helfer werden momentan für 5 Stunden pro Woche vom Jugendamt bezahlt. Das reicht uns aber nicht. Da der Spielraum so erfolgreich ist, wollen wir ihn für 1-2 h täglich absichern. Ziel soll sein, bis zum nächsten Sommer 14-20 Stunden pro Woche zu finanzieren. Dazu müssen wir die Helfer aus eigener Tasche bezahlen, was wir auch gerne tun.

Ab Dezember wird ein weiteres Therapiekonzept eingeführt, welches ebenfalls privat finanziert werden muss, da die Kassen wie immer nichts übernehmen. Wir möchten das an der Universität Tübingen bereits etablierte Neurofeedback anwenden und erhoffen uns davon große Erfolge bei der Sprachentwicklung.

Um die bisher erfolgreichen privaten Therapien weiter führen und ausbauen zu können, brauchen wir mehr Geld  als wir momentan durch unsere Jobs einnehmen. Wir wollen uns nicht mit zweimal die Woche Logo als ganzes kassenfinanziertes Therapiekonzept zufrieden geben. Die Chancen, dass Niki sprechen lernt und vielleicht sogar die Regelschulfähigkeit erreicht stehen nicht schlecht.

Wir haben lange überlegt ob wir einen Spendenaufruf starten sollen und haben uns aber immer unwohl dabei gefühlt, nach Geld zu fragen. Statt dessen haben wir uns überlegt, ein Benefiz-Auktionsaccount für Nikita bei Ebay einzurichten. http://myworld.ebay.de/benefiz.fuer.nikita/ Dort wollen wir gestiftete, geschenkte, überlassene Gegenstände aller Art versteigern. Die Einnahmen sollen dann auf ein eigens für Nikita eingerichtetes Konto gehen.

Wir freuen uns über jeden, der uns irgendetwas verkaufbares aus seinem Keller oder seiner Kruschelecke, oder auch Kleidung die noch zu verkaufen ist, spenden würde. Um unkompliziert zu bleiben, reicht es uns, wenn ihr eine E-Mail mit einem Foto des Gegenstandes und eine realistische Versandkosteneinschätzung schickt. Wir stellen den Gegenstand ein und wenn er verkauft wird, verschickt ihr ihn. Die Versandkosten überweisen wir Euch dann zurück. Für eventuelle Verbesserungsvorschläge, was dieses Prozedere betrifft sind wir auch dankbar.

Ganz besonders freuen würden wir uns, wenn die Künstler unter euch, ein Exemplar Ihres Werkes spenden würden. Alles ist willkommen. Wir sind gespannt und freuen uns schon.

Wer trotzdem gegen eine Spendenquittung (steuerlich absetzbar) direkt spenden will, kann dies auf das Vereinskonto tun:
Artists meet Autism e.V.
Konto 1072200
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 10020500
Verwendungszweck „für Nikita“ + eure Adresse für die Spendenquittung

Auf der Homepage www.auja.org könnt Ihr Euch ein Bild von der Arbeit machen. Alle Gelder, die auf dieses Spendenkonto gehen können von uns nur gegen die Vorlage von Rechnungen für Therapien und Hilfsmittel abgerufen werden. Wir verbraten die Kohle also nicht auf Bali. ;o).

Das Benefizauktionskonto wird dauerhaft bestehen. Wer also jetzt noch nicht sicher ist, ob er mitmachen will, kann sich das zu jeden anderen Zeitpunkt auch anders überlegen. (Zum Beispiel wenn die Weihnachtsgeschenke doof sind.) Wir würden uns auf jeden Fall freuen, wenn ihr uns unterstützt und auch eurer Familie, euren Bekannten und Kollegen von uns und unserem Anliegen berichtet. Wer mehr über Nikita wissen möchte: Einfach fragen! E-Mails mit Fotos eurer Stiftungen bitte an moersel@web.de.

Vielen Dank

Spider, Sabine, Atari und Nikita